Wie wird man Feuerwehrmann oder -frau?

Firefighter Aimee Thatcher '96 poses for a portrait December 9, 2015 at the Las Vegas Fire Department Training Center in Las Vegas, Nevada. Thatcher is one of 27 women in a department of 650 firefighters.

Es gibt viel Wege, Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr zu werden. Die meisten starten schon in ihrer Jugend und werden Mitglied der Jugendfeuerwehr. Je nach Land kann man hier schon mit 10 Jahren anfangen. Natürlich löschen die Kids noch keine echten Brände. Es stehen eher Gemeinschaftserfahrung und Brandschutzerziehung im Mittelpunkt. Mit 16 Jahren kann man dann in die Einsatzabteilung übernommen werden. Meistens ist man dann ein Jahr lang ein Anwärter. Man muss eine Grundausbildung absolvieren, die in der Regel in einer Feuerwehrschule stattfindet und sich über einige Wochenenden erstreckt. Hier lernt man die Grundlagen des Feuerwehrwesens, aber auch eine Menge Technik. Man muss wissen wie sich Brände ausbreiten, wie Feuerwehrfahrzeuge ausgerüstet ist, wie man Pumpen bedient und wie man bei Autounfällen eine verletzte Person befreit. Man muss nicht Mitglied der Jugendfeuerwehr gewesen sein, um in die Einsatzabteilung aufgenommen zu werden. In der Regel muss man nur gesund sein und einen Aufnahmeantrag ausfüllen. Der wird dann von der Wehrleitung besprochen, meistens gibt es noch ein Aufnahmegespräch – man will ja wissen, ob ein Bewerber ins Team passt. Da Freiwillige Feuerwehren heute notorischen Personalmangel haben, können sie nur ins Ausnahmefällen einen Bewerber ablehnen.

Wer die Grundausbildung absolviert hat und seine Fähigkeiten in einigen Einsätzen und Übungen bewiesen hat, kann sich noch weiter spezialisieren. Man kann sich zum Maschinisten ausbilden lassen, es gibt eine Funkausbildung, und wer lange genug dabei ist kan auch eine Gruppenführerfortbildung machen. Es gibt sogar exotische Weiterbildungen wie Luftbeobachter – diese beobachten und analysieren Brände aus der Luft. Früher hat man das aus dem Helikopter gemacht, heute setzt man bereits Drohnen ein.

Wer seine Leidenschaft zum Beruf machen will, kann sich auch bei der Berufsfeuerwehr bewerben. Hier ist allerdings eine handwerkliche Ausbildung Voraussetzung, außerdem muss man körperlich fit sein. Stellen sind rar, weil Städte und Gemeinden immer mehr sparen. Wer es aber geschafft hat, hat einen Job, in dem er jeden Tag Menschen hilft.

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