Alltag bei der Freiwilligen Feuerwehr

FRFD-wHero-program-1100x551Das alte Sprichwort, dass Feuerwehrleute erst den Brand und dann den Durst löschen, hat einen wahren Kern. Denn neben dem Rettungswesen steht bei der Feuerwehr die Gemeinschaft ganz oben. Und das ist auch wichtig, schließlich muss man sich im Ernstfall aufeinander verlassen können. Feuerwehrarbeit ist immer Teamarbeit, keiner löscht ein Feuer alleine.

Bei den meisten Freiwilligen Feuerwehren gibt es keine hauptamtlichen Mitarbeiter, und wenn, dann ist es meistens ein städtischer Angestellter, die sich um die Feuerwehrwache kümmert. Die Einsätze werden heute nicht mehr über Sirenen bekannt gemacht, sondern über Funkempfänger, die von einer zentralen Leitstelle ausgelöst werden. Dann bleiben den Feuerwehrleuten nur wenige Minuten, zur Wache zu eilen, den Funktisch und die Fahrzeuge zu besetze und auszurücken. Die Rollen sind dabei festgelegt, es gibt Mitglieder, die als Fahrer ausgebildet sind, solche die mit Atemschutzgeräten in Häuser gehen können und Maschinisten.

Am Einsatzort angekommen ist der ranghöchste Feuerwehrmann oder -frau Einsatzleiter, bis ein Wehrführer oder Brandinspektor als Ablösung kommt. Einsatzleiter besprechen die Taktik in der Regel mit ihrem Team, treffen aber die letzte Entscheidung. Je nach Einsatzart müssen auch weitere Kräfte herangezogen werden, was mit einer Nachalarmierung geschieht, reicht das noch nicht aus, dann werden Wehren der benachbarten Gemeinden alarmiert. Bei sehr großen Unglücken kann auch ein Großraumalarm ausgelöst werden.

Die meisten Einsätze sind keine Brände, sondern technische Leistungen. Oftmals muss nur eine Tür geöffnet werden oder eine Waschmaschine ist ausgelaufen, und man muss den Wasserschaden beheben und einen Raum auspumpen. Viele Einsätze sind in der Nacht, und sehr oft sind es Autounfälle. Hier kommen auch die emotionalen Belastungen auf Feuerwehrleute zu: Sie müssen Menschen leiden sehen, manchmal auch sterben sehen und können nicht viel dagegen machen. Deswegen ist es auch so wichtig, dass man sich nach einem Einsatz noch zusammensetzt, den Einsatz Revue passieren lässt und darüber spricht, welche psychischen Belastungen das haben kann. Dass man dabei dann auch den Durst löscht, ist nach einem schweißtreibenden Einsatz eigentlich kein Wunder.

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